Ein Deckenmikrofon – z. B. das
AISpeech MC10 – erfasst die Stimme des Sprechers. Das Audiosignal wird in einem DSP verarbeitet (Echounterdrückung, Feedback-Unterdrückung, Equalizer usw.) und anschließend mit einer geringen Verstärkung über die Lautsprecher im Raum wiedergegeben.
Die Verstärkung beträgt typischerweise nur 3 bis 6 dB. Ziel ist keine Beschallung wie bei einer PA-Anlage, sondern eine gleichmäßige Sprachverteilung im gesamten Raum.
Typische Einsatzbereiche
Voice Lift wird eingesetzt in:
- großen Konferenzräumen
- Sitzungssälen
- Schulungs- und Seminarräumen
- Hörsälen
- Klassenzimmern
- Ratssälen
- Gerichtssälen
Gerade in langen Räumen oder Räumen mit hoher Decke müssen Sprecher ihre Stimme dadurch nicht dauerhaft anheben.
Voraussetzungen
Für ein funktionierendes Voice-Lift-System werden in der Regel benötigt:
- ein Deckenmikrofonarray (z. B. AISpeech MC10)
- ein DSP mit AEC und Feedback-Unterdrückung (beim MC10 bereits im Mikrofon integriert)
- ein Verstärker bzw. aktive Lautsprecher
- eine geeignete Lautsprecheranordnung
- eine sorgfältige akustische Einmessung
Da Mikrofone und Lautsprecher gleichzeitig aktiv sind, muss das System Rückkopplungen zuverlässig verhindern.
Unterschied zu Videokonferenzen
| Videokonferenz |
Voice Lift |
| Sprache wird an entfernte Teilnehmer übertragen |
Sprache wird an Personen im selben Raum übertragen |
| Fokus auf USB, Teams, Zoom etc. |
Fokus auf Raumakustik und Sprachverständlichkeit |
| AEC verhindert Echo zur Gegenseite |
Feedback-Unterdrückung verhindert Rückkopplungen im Raum |
Viele moderne Systeme unterstützen beides gleichzeitig.