TRIUS Room Kit – Wireless Production Intercom 8 • Professionelles, drahtloses Intercom-System für 8 Teilnehmer – ideal für Veranstaltungen, Theater, Live-Produktionen und technische Teams.
Die Systemidee – alle wichtigen Teams miteinander verbinden
Bei einer Live-Veranstaltung müssen Regie, Tontechnik und Lichttechnik ständig miteinander kommunizieren. Dabei ist es wichtig, dass jedes Team seine eigenen Absprachen treffen kann, während die Regie jederzeit die gesamte Produktion koordiniert. Für diesen Anwendungsfall empfehlen wir die Williams AV Digi-Wave 400-Serie mit Advanced Comms Module (ACM). Das System ermöglicht drahtlose Zwei-Wege-Kommunikation, getrennte Gesprächsgruppen und eine zentrale Durchsagefunktion für alle Teilnehmer. Es benötigt im Grundausbau keine separate Funkbasisstation.
Beispiel:
Aufteilung der 8 Teilnehmer
Regie 2 Personen • Produktionsleitung, Aufnahmeleitung
Ton 4 Personen • FOH, Monitor, Bühne, Funkmikrofone
Licht 2 Personen • Lichtoperator, Lichttechniker
1. Welche Komponenten werden benötigt?
- 8× DLT 400-ACM (Art.-Nr. 58.01.01), Drahtlose Sprech- und Empfangsgeräte
- 8× MIC 157 (Art.-Nr. 58.01.41), Hören und Sprechen über Headset
- 1× CHG 412 (Art.-Nr. 58.01.36), Gemeinsames Laden aller acht Geräte
- 1× CCS 042 DW Transportkoffer (Art.-Nr. 58.09.16), Sichere Aufbewahrung und Transport
- 8× CCS 061 Silikon-Schutzhüllen (Art.-Nr. 58.01.28), Zusätzlicher Schutz im täglichen Betrieb
Die DLT 400-ACM werden mit integrierten Akkus geliefert. Ein separates Einzelnetzteil pro Sprechstelle ist beim Einsatz der Ladestation nicht zwingend erforderlich. Die Kombination aus acht DLT-Geräten, MIC-157-Headsets, CHG-412-Ladestation und robustem Koffer orientiert sich an der Ausstattung des bestehenden Williams AV DWS COM 8 PRO 400 – hier aber bewusst mit ACM-Geräten statt Standard-DLT-400-Geräten, um die erweiterten Kommunikationsfunktionen zu ermöglichen.
2. Warum diese Komponenten?
DLT 400-ACM – Das Herzstück
Jeder Mitarbeiter bekommt ein eigenes kleines Funkgerät, das gleichzeitig Sprache senden und empfangen kann. Vorteil: Keine Kabel zwischen den Arbeitsplätzen, kein klassisches Funkgerät mit ausschließlich abwechselndem Sprechen. Besonders wichtig sind die getrennten Teams und die zentrale All-Call-Funktion der ACM-Version.
MIC 157 – Das praktische Headset
Ein Kopfhörer auf einem Ohr mit einem Mikrofon direkt vor dem Mund. Vorteil: Die Hände bleiben frei, Anweisungen sind verständlich und über das andere Ohr kann der Mitarbeiter weiterhin seine Umgebung wahrnehmen. Gerade beim Aufbau, am Mischpult oder hinter der Bühne ist das besonders praktisch.
CHG 412 – Die zentrale Ladestation
Nach der Veranstaltung werden alle acht Funkgeräte in die Ladestation eingesetzt. Vorteil: Ein zentraler Ladeplatz, keine acht einzelnen Ladegeräte. Mit zwölf Ladeplätzen bleiben sogar vier Plätze für zusätzliche Geräte frei. Eine vollständige Aufladung dauert ungefähr fünf Stunden.
CCS 042 und Schutzhüllen – Für den mobilen Einsatz
Der robuste Koffer schützt die Ausrüstung beim Transport. Die Silikonhüllen schützen die einzelnen Geräte bei der Nutzung. Vorteil: Das gesamte Intercom-System kann geordnet gelagert, zum nächsten Veranstaltungsort transportiert und schnell wieder eingesetzt werden.
3. Wie kommunizieren die acht Teilnehmer?
Das Besondere an der ACM-Version ist die Möglichkeit, eigene Gesprächsgruppen einzurichten. So wird vermieden, dass sich sämtliche technischen Absprachen auf einer einzigen Gesprächsleitung überlagern.
REGIE – Zentrale Koordination
LEAD 1: Produktionsleitung · LEAD 2: Aufnahmeleitung
Beide können auf die Teamgruppen zugreifen
SG 1 · TON
4 Teilnehmer
Interne Ton-Absprachen
SG 2 · LICHT
2 Teilnehmer
Interne Licht-Absprachen
ALL-CALL – Eine Durchsage an alle. Die Regie kann mit einer einzigen Aktion alle Teilnehmer erreichen – unabhängig davon, in welcher Untergruppe sie gerade arbeiten.
4. Welche Einstellungen sind erforderlich?
Für das vorgeschlagene System empfehlen wir folgende Vorkonfiguration:
- Betriebsmodus: Advanced Comms
- Systemgruppe: Eine gemeinsame Digi-Wave-Gruppe
- Untergruppe 1: AUDIO – 4 Teilnehmer
- Untergruppe 2: LIGHTS – 2 Teilnehmer
- Regie 1: LEAD 1 – alle Untergruppen, All-Call
- Regie 2: LEAD 2 – Zugriff auf beide Untergruppen, private Kommunikation
- MAIN SYNC: Gerät Regie 1, fest positioniert
- Sprachsteuerung: GUEST: Push-to-Talk oder Push-and-Latch
- Sicherheit: Verschlüsselung mit individueller PIN
- Gruppenbezeichnungen: Bereits eingerichtet
- Tastensperre: Nach Einrichtung aktivieren
Die Konfiguration wird bereits vor der Auslieferung vorgenommen und bei einem Funktionstest geprüft. Damit müssen die Mitarbeiter später nur noch ihre Geräte einschalten und die Headsets anschließen.
5. Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick
- Vollduplex-Kommunikation - Mehrere Mitarbeiter können gleichzeitig sprechen und hören. Keine strenge Ein-Person-nach-der-anderen-Kommunikation wie bei einfachen Funkgeräten.
- Getrennte Gesprächsgruppen - Ton und Licht können unabhängig voneinander kommunizieren. Das reduziert unnötigen Sprechfunkverkehr.
- Zentrale Regiefunktion - Die Produktionsleitung kann gezielt Teams ansprechen und über All-Call jederzeit eine Durchsage an alle machen.
- Mobil und schnell einsatzbereit - Die Geräte sind klein, leicht und akkubetrieben. Das System benötigt in der Grundkonfiguration keine fest installierte Basisstation.
- Leistungsfähige Funktechnik - Digitale Übertragung im 2,4-GHz-Bereich mit Frequenzwechselverfahren, optionaler AES-128-Verschlüsselung und PIN-Schutz.
- Lange Akkulaufzeit - Bis zu 16 Stunden Sprechbetrieb unter den vom Hersteller angegebenen Bedingungen – passend für einen langen Veranstaltungstag.
6. Wichtige Grenzen des Systems
Für die technische Planung sind drei Punkte entscheidend.
Anzahl der Sprecher: Alle acht Personen verfügen über eine Sprechstelle. Pro Untergruppe können jedoch maximal sechs Mikrofone gleichzeitig aktiv sein. Auch bei All-Call mit freigeschalteter Rücksprechfunktion sind maximal sechs offene Mikrofone möglich. Acht gleichzeitig sprechende Personen auf einer einzigen gemeinsamen Leitung werden damit nicht unterstützt.
Gesprächsgruppen: Die Regie kann gezielt zwischen Ton und Licht wechseln oder alle über All-Call erreichen. Eine permanente gleichzeitige Überwachung und Mischung mehrerer getrennter Teamgespräche wie bei einem großen Matrix-Intercom ist nicht vorgesehen.
Funkabdeckung: Die Herstellerreichweite beträgt unter geeigneten Bedingungen bis zu etwa 274 Metern. Die tatsächlich nutzbare Reichweite hängt von Wänden, Bühnenkonstruktionen, Metallflächen und der lokalen 2,4-GHz-Funksituation ab. Vor einem kritischen Live-Einsatz sollte die Abdeckung geprüft werden.
7. Option für größere Veranstaltungsorte
Bei größeren Veranstaltungsorten empfehlen wir eine optionale Erweiterung um einen neunten DLT 400-ACM als fest positionierte MAIN-SYNC-Einheit sowie einen Williams AV DWD 401 Digi-Wave Connect.
Das neunte Gerät übernimmt die zentrale Synchronisation des Systems, während beide Regiepersonen weiterhin mobile Sprechstellen haben. Das DWD 401 ermöglicht eine dauerhafte Stromversorgung des fest installierten Geräts sowie bei Bedarf die Einbindung externer Audiotechnik. Dadurch kann der zentrale Funkpunkt beispielsweise an einer günstigeren Position in der Veranstaltungshalle installiert werden. Die Funkreichweite muss auch in dieser Ausführung vor Ort geprüft werden.